Keine halben Sachen – dranbleiben!

Heute ist ein trauriger Tag für die Gerechtigkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Die Betriebsleitung in Dargun hat ihre Mitarbeiter zu weiterhin ungerechten Löhnen überredet. Zwar gibt es eine Lohnerhöhung, aber sie liegt so weit unter dem Tariflohn, dass sie in der Pressemeldung der Brauereileitung nicht mal beziffert wurde. Man wolle auch bis zu 10% Boni zahlen – ein weiteres Mittel, um die Belegschaft in Konkurrenz zu spalten. Im Niedriglohnbereich sind 10% wohl kaum der Rede wert.

Es ist auch ein trauriger Tag für unsere Region und das mittelständische Gewerbe vor Ort. Denn weniger Geld in den Taschen der Leute bedeutet weniger Ausgaben für die mehr als notwendigen, schönen Dinge im Leben, weniger Mittel für das Gesundheitssystem unserer Region und auch langfristig zu wenig Rentenpunkte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auf halber Strecke geht es zwar mit den Löhnen in der Darguner Brauerei nicht voran. Aber in der SPD wird so einiges dafür getan, dass es flächendeckende Tarifverträge in Mecklenburg-Vorpommern gibt. So soll in der Wirtschaftsförderung die Zahlung von Tariflöhnen zur Bedingung werden. Doch dafür muss die CDU erst ihren Widerstand aufgeben. Bis jetzt hat sie sich nur auf einen viel zu niedrigen Vergabemindestlohn eingelassen. Ein Mindestlohn ist aber kein gerechter Lohn.

„Nur durch faire Tarife werden Löhne gerecht und auskömmlich. Das bedeutet auch mehr Respekt vor der Arbeitsleistung und ist der soziale Kit unserer Gesellschaft,“ so Thomas Krüger, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag im Rahmen der Debatten um die Vergabemindestlöhne.*

Keine halben Sachen auf den nächsten Etappen! Auch die Brauereiarbeiter in Dargun haben gerechte Löhne verdient. Dafür müssen sie sich selbst einsetzen und dabei brauchen sie die Unterstützung von allen!
Dafür setze ich mich ein.

*Quelle: https://www.spd-fraktion-mv.de/aktuelles/pressemitteilungen/wir-brauchen-den-mindestlohn-wollen-aber-mehr-echte-tarifloehne, Zugriff am 12.11.2020